Bucket Brigades

Für eine optimierte Steuerung der seriellen Kommissionierung beschreibt Bartholdi diese Methode. Bei der herkömmlichen seriellen Kommissionierung besteht das Problem, den Kornmissionierbereich in geeignete Zonen zu unterteilen, um eine möglichst optimale Auslastung zu erreichen. Dieser Optimierungsvorgang wird durch die unterschiedlichen Arbeitsgeschwindigkeiten der einzelnen Kommissionierer aufgrund individueller Fähigkeiten erschwert. Bei dem Prinzip der Bucket Brigades handelt es sich hingegen um einen sich selbststeuernden Ablauf mit einer flexiblen Zoneneinteilung. Mehrere Kommissionierer arbeiten dabei hintereinander in einer Reihe. Ist der letzte in der Reihe mit seinem Auftrag fertig, gibt er diesen ab, geht zurück und übernimmt den Auftrag seines Vorgängers. Dieser wiederum geht danach ebenfalls zurück und übernimmt seinerseits den Auftrag seines Vordermannes und so weiter. Hat der Erste in der Reihe seinen Auftrag abgegeben, geht er zurück und erhält einen neuen Auftrag. Aus einer beliebigen Anfangsposition der Kommissionierer entwickelt sich das System automatisch zu einem optimalen, stabilen Betriebspunkt hin.

Pick and Pack

Bei der auftragsweisen Kommissionierung liegt es nahe, anstelle in eine spezielle Sammeleinheit direkt in die Versandeinheit (Karton) zu kommissionieren. Auf diese Weise entfällt das Umpacken der Entnahmeeinheiten in der Versandabteilung, was zu einer Reduzierung von Handhabungsfunktionen und Arbeitsstationen führt. Zu Beginn des Pickvorganges ist das ungefähre Volumen der zu kommissionierenden Güter zu bestimmen, um einen in der Größe angepassten Karton auszuwählen.

Cross Docking

pick-by-shop, pick-in-line

Bei dieser Kommissioniermethode werden angelieferte Artikel ohne Zwischenlagerung direkt auf Versandeinheiten verteilt und auftragsgemäß zugeordnet. Bild 5 veranschaulicht das Funktionsprinzip. Lkws liefern die jeweilig benötigten und bestellten Artikel am Wareneingang an. Von dort werden die artikelreinen Lade-einheiten direkt auf Kundenaufträge verteilt. Ist ein Auftrag vollständig, wird er auf einen Lkw verladen, der den Kunden beliefert. Dies bedeutet eine Umkehrung des herkömmlichen Kommissionierablaufes, bei dem die Aufträge aus artikelreinen Regalfächern zusammengestellt werden. Dieser Vorgang gleicht eher der Briefsortierung in einem Verteilzentrum der Post. Die Vorteile eines solchen Kommissioniersystems liegen in der geringen Kapitalbindung (keine Lagerhaltung durch Anlieferung der spezifischen Verbrauchsmenge) und der kurzen Durchlaufzeit. Diese Methode eignet sich besonders bei Auftragsstrukturen mit einer begrenzten Anzahl an Artikeln und hohen geforderten Durchsätzen. Das System setzt eine kurzfristige Lieferbarkeit aller Artikel bzw. eine exakte Vorausplanung und Termintreue der Lieferanten voraus. Unter dem Begriff Cross Docking wird ferner die Durchführung von Dienstleistungen wie Auszeichnung oder verkaufsgerechte Aufbereitung der Waren verstanden („Filialgerechte Anlieferung “), die im Rahmen dieses Prozesses erfolgen.

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